Seit über einem halben Jahr sind wir nun mit der gemeinsamen Website von Antifa Saar, Gruppe basis und subversiv Neunkirchen online.
Die Resonanz zeigt uns, dass Interesse an unserer Öffentlichkeitsarbeit und Gegeninformation im Internet besteht.

Das Antifaschistische Bündnis, in dem wir zusammen mit andern organisiert sind, hat derzeit unter anderem mit einem Ermittlungsverfahren gegen den Anmelder der Demonstration vom 19. September 2001 zu tun. Das Bündnis hat mit seinen Aktivitäten die Erinnerung an den 10 Jahre zurückliegenden faschistischen Mord an Samuel Yeboah für einige Wochen auf die Tagesordnung der Saarlouiser Politik gesetzt und in die Öffentlichkeit getragen - dieser Erfolg wird durch das Ermittlungsverfahren nicht geschmälert.
Aber auch den für 27. Juli versuchten Nazi-Aufmarsch in Saarlouis zu verhindern und antifaschistische Präsenz zu zeigen, war uns wichtig.

Am 15. November 2001 wurde die kurdische Familie Özdemir aus Wadern abgeschoben. Die hinter dieser und anderen Abschiebungen stehende Politik der Landesregierung war Anlaß für eine Demonstration am 20. April 2002 "Für Abschiebestopp und Bleiberecht", an der wir uns beteiligten.

Die europäische Liste "Terroristischer Organisationen" nimmt die erwartete Gestalt an: Aufgenommen wurden z.B. die kurdische Arbeiterpartei PKK und die revolutionären Streitkräfte Kolumbiens FARC - beides Widerstandsbewegungen, die gegen koloniale Unterdrückung entstanden, und deren grundsätzliche Legitimität einst in UNO-Resolutionen und der Genfer Konvention festgeschrieben war. Gegen die Aufnahme der PKK in die "Terrorliste" am 2. Mai 2002 fand in Saarbrücken eine Demonstration statt.

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