Bericht 18. März 2002 - 7. Bundesweiter Aktionstag
Gegen staatliche Repression, Sicherheitsgesetze und Abschiebungen!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

 

 

 

 

Wie schon in den Jahren zuvor, hatte auch in diesem Jahr ein regionaler Vorbereitungskreis zu den 18. März-Aktivitäten aufgerufen.
Folgende Gruppen und Initiativen waren daran beteiligt:
Antifa Saar, Gruppe basis, Kurdischer Kulturverein Saarbrücken, Kommando Luftschloss, libertäre gruppe St. Wendel, Solidaritätskomitee Mumia Abu-Jamal, PDS Saarland und subversiv! Neunkirchen. Weiterhin Einzelpersonen.

Los ging's am Freitag, den 15. März mit einer Veranstaltung in Saarlouis-Fraulautern unter dem Motto: "Rassismus, Neonazis und staatliche Politik". Die Veranstaltung stand einerseits im Rahmen einer kleinen Kampagne gegen das Vergessen, um die Erinnerung an Samuel Yeboah wach zu halten. Andererseits war es eine bewußte Entscheiung, die Veranstaltung in zeitlicher Nähe zum 18. März zu machen: Neben rassistischen Übergriffen auf der Straße bestimmen vor allem Abschiebehaft, Abschiebungen und Sondergesetze die Lebensbedingungen von Flüchtlingen, Migrantinnen und Migranten in Deutschland und den übrigen EU-Staaten. Zu Beginn dokumentierte die Antifa Saar in einem Diavortrag faschistische Strukturen im Saarland und speziell in Saarlouis. Danach stellte ein Vertreter der antirassistischen Initiative Kanak Attak Rassismus vor den Hintergrund von Migration, und verdeutlichte darin das in der ganzen Gesellschaft wirkende strukturelle Machtverhältnis, das Nicht-Deutsche in unterprivilegierte Lebens- und Arbeitverhältnisse zwingt. Die Veranstaltung war mit rund 60 Menschen gut besucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Fotos vom 16.03.2002 (zum Vergrößern anklicken):

Am 18. März selbst gab es dann in der Saarbrücker Innenstadt einen großen Infotisch, Transparente und die Libertad!-Ausstellung "Kein Stammheim am Bosporus!", die den Widerstand der politischen Gefangenen und das Knastregime in der Türkei dokumentiert.


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