Tagebuchnotizen Chiapas

Dann geht's in's Aquascaliente Oventic.
Wir werden von vielen Indigenas begrüßt.
Sie stehen rechts + links, als wir den Berg runtergehen + klatschen. Das Gelände finde ich beeindruckend. Es stehen überall große Hütten, in denen wir schlafen, gleichzeitig gibt es Hütten für Treffen/Veranstaltungen und Organisation. Sowie einen Bereich für unsere Essensversorgung. Es sind auch etliche Leute aus Indigena-Kommunen da, die ihre Produkte verkaufen. (Schals, Pullover, Blusen etc. + ein Stand mit Agit Prop gibt es natürlich auch).
Ich finde das ganze macht einen sehr liebevollen Eindruck, z.B. ist jede Hütte mit indigenem Schmuck ausgestattet, Palmwedel mit Schleifen etc.
Einige Hütten sind von außen bemalt, es gibt auch Transparente auf dem gesamten Gelände und ne sehr große Bühne mit ner großen Lautsprecheranlage.
Die Begrüßung zieht sich solange hin bis alle TeilnehmerInnen da sind.
Die Zapas haben das gut in Szene gesetzt, aber es hat auch was Authentisches, finde ich.
Keine schlechte Mischung: regionale Musik, kurze Ansprachen, Begrüßung der "Gäste".
Es ist sehr viel Presse da und natürlich erwarten sie, wie auch TeilnehmerInnen des Treffens, Abends in Oventic, wenn offizieller Teil der Veranstaltung beginnt, Marcos.
Abends beginnt dann die Veranstaltung, es ist ne gute Stimmung, ist auch was fürs Feeling.
Es kommt Generalkommandatur der EZLN bzw. ein Teil der GK.
Bühne ist jetzt auch bewaffnet abgesichert, ebenso davor. Ansonsten sitzen noch mehrere Zapas auf der Bühne, sowie eine Musikkapelle.
Es gibt 2 Redebeiträge der EZLN, beide sind von Frauen. In dem ersten Beitrag geht es im besonderen um die Situation für die indigenen Frauen. Der zweite Beitrag wird von A. gehalten + ist von GK.
Er liegt auch in mehreren Sprachen vor.
Sie reden anders wie wir, manches bleibt mir auch fremd, z.B. ihr starker Bezug auf indigene Spiritualität/Kultur.
Es ist eine einfache Sprache + der Kern ist der Kampf um die Wiedergewinnung der Würde + der Menschenrechte, aber sie sprechen auch von der "Suche nach dem Leben".
Am besten fand ich den Teil vor den Reden der GK. Da sagte der Redner, daß jetzt diejenigen kommen, die ihren Kampf tragen + mitführen - die Basis.
Es kommen bestimmt über 1.000 Indigenas aus den umliegenden Gemeinden, Alte, Kinder, Männer und Frauen.
Danach kommen die Reden.


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